Oli, the hero

Barbara König am 15.05.2012
Oli Brown © Muffatwerk
Oli Brown © Muffatwerk
Oli Brown © Muffatwerk
Oli Brown © Muffatwerk

Walter Trout, ein Gigant der Bluesrock-Gitarre, meint: "Oli is my hero." Dabei ist der Engländer Oli Brown gerade Anfang 20, schickt sich aber an, in die Fußstapfen der großen britischen Meister zu treten.

Mit Songs aus seinem neuen Album kommt der junge Bluesrocker nun ins Ampere des Muffatwerks München.

Neue Blueslegende

Jeder, der sich bisher über die Zukunft des Blues Sorgen machte, kann aufatmen - Oli Brown ist da. Zwar mag die Heimat des Blues in den Vereinigten Staaten liegen, aber immer wieder überraschen auch britische Künstler das anspruchsvolle Publikum. Brown stand schon mit Giganten wie Walter Trout, John Mayall und Buddy Guy auf der Bühne, lässt sich aber auch von zeitgemäßen Bluesmusikern wie Aynsley Lister inspirieren.

„Here I Am“

Mit seinem dritten Album zeigt Oli Brown gehöriges Selbstbewusstsein. Für seinen Aufstieg aus den Schulhöfen Norwichs bis auf’s Hochplateau der britischen Blues Szene brauchte der britische Musiker gerade einmal vier Jahre – oder eben drei Alben. Ließ sein Debüt “Open Road” 2008 die Szene aufhorchen, so erzielte er 2010 mit “Heads I Win Tails You Lose” bereits beachtliche Aufmerksamkeit, auch über die eingeschworene Rock’n’Roll-Gemeinde hinaus. 2011 war dann sein Jahr und er tourte auf einer Welle des Erfolgs durch UK, Europa, Neuseeland, Kanada und die USA, um anschließend sein neuestes Album einzuspielen. Ob mit eigenen Stücken wie “Thinking About Her“, der wunderbar melancholischen Projektion “All We Had To Give”, dem etwas sperrig daher kommenden “Solid Ground” oder mit eigenständigen Cover-Versionen von Donny Hathaway’s “I Love You More Than You’ll Ever Know” und Nikka Costa’s “Like A Feather” – Oli Brown überzeugt und bleibt dabei doch bodenständig, sympathisch und authentisch.

Der kometenhafte Aufstieg

2002 hielt er mit zwölf Jahren das erste Mal eine Gitarre in Händen. Schon vier Jahre später tourte er durch Amerika als Support für Bluesgrößen wie Buddy Guy, Koko Taylor oder Taj Mahal. In Großbritannien teilte er u. a. mit Walter Trout, Paul Jones und John Mayall die Bühne, und 2007 wurde er gar zu den Live Sessions der "BBC Radio 2 Show" eingeladen. Ziemlich frisch, aber auch ziemlich erwachsen klingt der Brite. Im vergangenen Jahr gewann er den British Blues Award in den Kategorien „Beste Band“ und „Bestes Album“. Selbst zu seinem Erfolg befragt, bleibt Brown gelassen und meint nur, er habe sich die falsche Musikrichtung ausgesucht, um ein Star zu werden. Er wolle nur einfach ein glaubwürdiger Musiker sein, der respektiert wird. Das ist ihm jedenfalls in kürzester Zeit gelungen.

Muffatwerk/Ampere

Das ehemalige Kesselhaus ist zwar nur die kleinere Veranstaltungshalle des Muffatwerkes, kann aber mit besonderem Charakter aufwarten. Moderne Elemente, wie Lichtkunstinstallationen oder silbrige Lüftungsröhren, stehen in gelungener Spannung zu erhaltenen historischen Architekturelementen, wie einem hölzernen Dachstuhl oder sichtbarem Backsteinmauerwerk. Wem es bei Konzerten zu eng wird, kann sich auf die offene Galerie zurückziehen und von dort auf die Menge schauen oder die Loungemöbel nutzen. Zudem gibt es eine zweite Bar, die etwas abseits gelegen ist und Möglichkeit zu Gesprächen und Tischfußball bietet.
 
Weitere Informationen

Konzert Oli Brown

15.5.2012, 20:30 Uhr

Muffatwerk/Ampere

Zellstraße 4

81667 München

Tel.: 089/458 750 10

E-Mail : info@muffatwerk.de

Bilder: Muffatwerk

 
 

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