
Rebecca Horn ist ein Klassiker der zeitgenössischen Kunst. Im Gegensatz zu den meisten Klassikern ist sie aber voller Leben und schuf mit "Der Fluchtkoffer" eigens für ihre erste Einzelausstellung in Russland eine neue kinetische Installation.
Eine vollständige Rekonstruktion des Hauptfrieses des Pergamonaltars in Originalgröße – von einem Fotokünstler auf die Leinwand gebannt – wird seit gestern im Puschkin-Museum gezeigt. Für ihren Schöpfer Andrey Alexander ist der Fries die "in Stein gehauene Pantomime".

Das moderne Bild von Tokio lässt uns manchmal glauben, die japanische Hauptstadt sei von Anfang an als urbanistische Zukunftsvision erbaut worden. Die Ausstellung "100 Jahre Tokio" belegt eindringlich, dass die westliche Moderne sie nur allmählich eroberte.
Die Ergebnisse des Televotings im Eurovision Song Contest werden immer von den nationalen Fernsehgrößen der Teilnehmerländer angesagt. Es mag daher überraschen, dass 2009 die Punkte aus Russland eine litauische Schauspielerin verkündete.

Arbeiten der Kosmisten, einer im Westen weniger bekannten, idealistischen Richtung der russischen Avantgarde, finden sich in der Ausstellung "Geheimschrift des Universums" Seite an Seite mit chinesischen Vasen und buddhistischen Devotionalien.

In einer medienübergreifenden Ausstellung zeigt das Kulturzentrum "Garage" eine neue Videoarbeit des französischen Künstlers Philippe Parreno, in der der Geist der 1962 verstorbenen Marilyn Monroe zum Leben erweckt wird.

Einfache Gebrauchsgüter werden selten geschätzt. Erst Jahrzehnte später werden sie als Zeugnisse materieller Kultur gewürdigt und die wenigen erhaltenen Exemplare ausgestellt. So wie gerade Ladenschilder aus 100 Jahren des russischen und sowjetischen Einzelhandels.

Die Ausstellung "Das Bolschoi Theater. Die Geschichte ohne Pause" erzählt über die Vergangenheit der wohl bekanntesten Bühne Russlands und lässt dabei über unrealisierte Möglichkeiten und verlorene Fertigkeiten nachdenken.

Vor zwei Jahren verkaufte der Fotohistoriker Christian Bouqueret einen Teil seiner einzigartigen Sammlung: 7000 Fotografien aus den 1920–1950er Jahren erwarb das Centre Pompidou in Paris. Rund 230 Abzüge davon sind nun im Moskauer Multimedia Museum ausgestellt.

Mit "Menschen des 20. Jahrhundert" schuf August Sander ein in der Geschichte der Fotografie einzigartiges Werk. Über 100 dieser Portraits, an denen sich bis heute zahlreiche Fotografen und Künstler orientieren, werden nun in Moskau gezeigt.