Ein Meer großer schwarzer Quadrate markiert die Bühne. Sie wirkt wie der tiefste See Englands, dessen Namen Simon Stephens Stück trägt: „Wastwater“. Eine dunkle Bühne für dunkle Seelen.
Zum zweiten Mal versucht sich Lars Eidinger als Regisseur, reflektiert den „Romeo und Julia“-Stoff, doch Sex und Inszenierungsfreude spielen bei ihm eine zu große Rolle. Romantiker bleiben auf der Strecke.
Zum 10-jährigen Jubiläum feiern sich Theater gerne oder lassen die Vergangenheit neu aufleben. Der in Berlin-Mitte beheimatete „Theaterdiscounter“ verzichtet in Georg Schareggs "Das Stadttheater ist tot" auf all den Pomp, klaut Texte und holt die Kritiker mit auf die Bühne.

Nach Jahren erdrückender Stagnation und tiefen Zerwürfnissen gehört das Wachtangow-Theater wieder zu den führenden Bühnen Russlands. Dies ist allein seinem neuen künstlerischen Leiter zu verdanken: dem litauischen Regisseur Rimas Tuminas.
"Ich bin eine Hure", sagt Gerda, die zweitälteste aus der Truppe. Sie mag das Wort, sagt sie, sie habe es sich angeeignet, es habe einen schönen Klang. "Manchmal nenne ich mich auch Sexualbegleiterin." Sie dreht sich kurz Richtung Publikum, und dann: "Pah!"
Als „der miese peter“ präsentiert Markus Berger seit 2005 sein ständig aktualisiertes Musik-Kabarett-Programm: „liederliches, lästerhaftes“ in ganz Deutschland und Österreich. „der miese peter kritisiert wortgewandt das Zeitgeschehen,
Am Anfang gibt es Sekt für das Publikum, zumindest für die ersten Reihen. Zwischendrin auch bunte Cocktails. Und am Ende die Frage: "Was bleibt?". Das ist die Frage, um die es in "Der große Gatsby" immer wieder geht, ob im Buch, in den Verfilmungen, im Theater.
Das F.I.N.D. - Festival Internationale Neue Dramaturgie in der Schaubühne steht für überragende Neuentdeckungen. Herbert Achternbuschs „Susn“ ist ein Stück aus den 1980ern, aber dank Thomas Oster- und Brigitte Hobmeier top aktuell ‑ seit 2009.
Im Wedding steht das Tor zur Hölle – SIGNAs „Club Inferno“, eine Performance-Installation aus Macht, Sex und Gewalt. Zuschauer ist hier keiner. Jeder wird unweigerlich Teil eines ganz besonderen Schauspiels.
Fördern politischer Druck und ökonomische Zwänge die Kreativität? Betrachtet man die diesjährigen Produktionen des 13. F.I.N.D. - Festival Internationale Neue Dramatik in der Schaubühne liegt die Vermutung nahe.