Nach fast eineinhalb Jahrhunderten gibt es in Moskau endlich wieder eine eigene Produktion von Richard Wagners „Tristan und Isolde“. Auch wenn die Inszenierung der tragischen Liebesgeschichte eher konservativ ist, wirkt sie mit ihren historischen Reminiszenzen nicht antiquiert.
Ein Meer großer schwarzer Quadrate markiert die Bühne. Sie wirkt wie der tiefste See Englands, dessen Namen Simon Stephens Stück trägt: „Wastwater“. Eine dunkle Bühne für dunkle Seelen.
Es ist ein Eintauchen, Verlieren, Wiederauftauchen, ein Entdecken der Räume und zugleich ein Selbsterkennen. Der Besucher des Martin-Gropius-Baus in Berlin wird nahezu hinein gesogen in die Spiegelobjekte von Anish Kapoor.
Zum zweiten Mal versucht sich Lars Eidinger als Regisseur, reflektiert den „Romeo und Julia“-Stoff, doch Sex und Inszenierungsfreude spielen bei ihm eine zu große Rolle. Romantiker bleiben auf der Strecke.
Auf jeden Topf passt ein Deckel. Nur wann? Wolfram Huke hatte noch nie eine Beziehung, was ihn zu einem mutigen Schritt inspirierte: Er nahm mit 29 die Kamera in die Hand und dokumentierte sein Leben: „Love Alien“ ist Hukes Langfilmdebüt.
Ein metallener Druckstock in Buchform, bedeckt mit beweglichen Lettern aus Holz. Sie verkörpern die Wertigkeit eines alten Handwerks und sind zugleich das Sinnbild von Literatur und Belesenheit – von Kultur schlechthin.

Nach fast zehnjähriger Renovierung ist das Rijksmuseum in Amsterdam wieder geöffnet. Nicht nur die berühmte Nachtwache kann nun an jedem Tag des Jahres bewundert werden, mehr als 8 000 Kunstobjekte warten auf Besuchergruppen aus aller Welt.

Es ist ein ganz spezielles Thema, dem sich die Ausstellung in der Schirn in Frankfurt widmet. Die jeweils letzten Werke zahlreicher Künstler von Manet bis Kippenberger wurden ausgewählt und zu einer wunderbar poetischen Schau gruppiert.

Ed Anishenkov hat in den vergangenen 25 Jahren eine Vielzahl von Gemälden geschaffen, für seine Einzelausstellung suchte er etwa 30 davon aus. Zu besichtigen sind sie in der Galerie des Russischen Kulturzentrums – mitten in der Altstadt von Vilnius.